Hundezentrum S-E-K


 Sicherheit-Empathie-Kommunikation

 

In der heutigen schnelllebigen Gesellschaft zwischen Alltagsstress und Anspruchsdenken haben nicht nur wir Menschen es schwer, abzuschalten und zur Ruhe zu kommen. Aktivitäten mit Hunden gibt es mehr als genug. Ich halte es für wichtig, eine Alternative dazu zu schaffen; ohne Druck, ohne Stress und Erwartungshaltung an Hund und Halter. Mein Konzept „S-E-K“ soll Ihnen und Ihrem Hund dazu verhelfen, runterzufahren, um diese Komponente dann auch mit entsprechender Übung in Stresssituationen abrufen zu können. Ziel ist es unter anderem, soziale Sicherheit durch Bindungsaufbau zum Tier herzustellen. Eine entsprechende Ausstrahlung seitens des Hundeführers ist hierbei von enormer Wichtigkeit. Führungsanspruch durch entspannte Ausstrahlung zu erheben setzt eigene innere Ruhe voraus, die anfänglich mit einstimmenden Übungen zu ruhigerer Atmung und entspannter Körperhaltung eingeleitet werden kann. Einfaches autogenes Training – bei Bedarf mit Anweisungen seitens des Trainers – bereitet den Halter auf das meditative Führtraining mit dem Hund vor. Hierbei handelt es sich nicht um okkult-esoterischen Kokolores mit Selbstfindungscharakter, sondern es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Lernverhalten von Mensch und Hund in stressfreier, ruhiger Umgebung deutlich verbessert wird und nachhaltiger ist als jedes vermeintlich „konsequent“ gebrüllte „Sitz-Platz-Fuß“ aus dem 0-8-15 Hundeschulen ABC.

Nach der erfolgreichen Einstimmungsphase des Mensch-Hund-Teams wird der Hund anfänglich dual geführt, also mit Halti und Halsband. Der „Krückstock Halti“ wird verwendet, um die Konzentration des Hundes nur auf seinen Führer zu lenken. Wenn dies erstmal gefestigt ist, wird es eigentlich nicht mehr benötigt

Zu Beginn wird eine gerade Linie gelaufen, danach konzentrierte ruhige Schlangenlinien.

So flach und anspruchslos dies auch klingen mag, es erfordert höchste Konzentration von beiden Parteien und hat meiner Meinung nach eine höhere Wertigkeit als ein unstrukturierter Spaziergang mit viel Auslauf. Es geht hierbei wieder um Bindung, die in meinem Konzept von entscheidender Wichtigkeit in der Mensch-Hund-Beziehung ist. Somit wird beim meditativen Führtraining gänzlich auf positive Verstärker wie Leckerli oder Spielzeug verzichtet. Die beruhigende Wirkung auf Mensch und Hund stützt sich vermehrt auf eine soziale Basis, die bei anderen Trainingsmethoden häufig vernachlässigt wird. S-E-K ist für jeden Hund und dessen Besitzer geeignet, hat aber einen besonders positiven Einfluss auf ängstliche, nervöse und aggressive Hunde (Problemhunde) und es werden breit gefächerte Hundeführerprofile angesprochen und bedient. Beziehung und Bindung sind veränderbar, da sowohl Hund und Mensch Kooperationswesen sind. Somit ist kein Hund und Herrchen zu alt, um neue Strukturen diesbezüglich zu erlernen und nachhaltig beizubehalten.

Das meditative Führtraining wird mittels Videokamera festgehalten, um anschließend Verhaltensweisen, Lernfortschritte und Kommunikationsfehler gemeinsam analysieren zu können und richtiges Verhalten aufzuzeigen und besser zu verinnerlichen.